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Anne Wiese und Ueli Bichsel — Selber Schuld

Wie weit gehen wir in unserem Streben nach Selbstverwirklichung und Erfolg?
Was für eine Haltung steckt hinter unserem bedingungslosen Leistungswillen?
Wie unterscheiden sich da die Generationen der heute 30 jährigen, zu den 60 jährigen?

Der Schauspieler Ueli Bichsel und die junge Schauspielerin Anne Wiese arbeiten sich an diesen Kernfragen ab und fächern sie weiter auf. Sie versuchen das Publikum für sich zu gewinnen, wollen es unterhalten, müssen es unterhalten, in der Manege des Lebens.

Dabei versucht der alte Mann verzweifelt seine altbewährte Show weiter zu ziehen während sich die junge Frau eben dieser verweigert und in die Zukunft stürmt. Sie scheint ein kernloses Wesen zu sein, das von Identität zu Identität, von Szene zu Szene, hüpft und den Alten mit sich zieht und vor sich her treibt. Während dieser die Gesetze der Textflächen, Worthülsen und Loops zu deuten versucht, scheint sich die Junge ausschliesslich am Klang der Worte und der Überforderung des Alten zu erfreuen. Das ist schmerzhaft komisch mit anzusehen. Und man fragt sich zunehmend, was dieses ungleiche Paar verbindet.

Es ist ein tragisch-komischer Abend der immer wieder die Frage danach stellt, was uns Menschen im Innersten antreibt und ausmacht. Dabei prallen Zirkuselemente auf installationsartige, performative Szenen. Abstrakte Textflächen und konkrete Dialoge gehen Hand in Hand.

Es ist das Regie-Debut von Anna Frey, welche nicht zum ersten mal ihren Vater Ueli Bichsel inszeniert. Die junge Schauspielerin Anne Wiese, ist dabei mit ihrem clownesken Talent und ihrem einzigartigen Wesen eine verblüffende Gegenspielerin für den bekannten Bichsel.

Regie: Anna Frey

[Mehr zu Selber Schuld](https://www.zartundzaeh.com)

Spielstätte: Miller's
Lokation: Zürich

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