Wie gehen wir mit Lob um?

Zwei Tage nach der Premiere ist ein guter Moment, um über Lob und Kritik nachzudenken. Wie gehen wir eigentlich mit Lob um? Wie gehen wir mit negativer Kritik um? 

Am Anfang unserer Arbeit im Seniorlab hatte ich Angst davor, kritisiert oder gelobt zu werden. Beides wollte ich relativieren und nicht so ernst nehmen, ich wollte beides „durch meinen Filter lassen“. Denn: Zuviel Lob fühlt sich für mich unnatürlich an und angreifende Kritik kann uns niederschmettern.

Besonders wenn Lob nur Schmeichelei ist oder mir jemand mit böser Kritik das Wasser abgraben will.

Je länger wir nun miteinander spielen, umso mehr wagen wir uns: Wir üben aneinander echte Kritik, wir loben einander und bringen unser Gefallen zum Ausdruck. Kritik vom Regisseur und von den Kollegen hat für mich grossen Wert: Davon lernen wir sehr viel über Haltung, Bewegung, Artikulation oder über Authentizität. Und kritische Voten bewahren uns vor Selbstüberschätzung. Alle diese spontanen Gefühlsausdrücke helfen uns, bei der nächsten Probe noch besser zu werden.

Das schönste Lob für mich ist dasjenige der Kollegen. Dann, wenn wir uns über die Erfolge der anderen freuen können, sind wir angekommen und können uns im und als Ensemble richtig wohlfühlen. Und nach der Premiere darf ich mit Stolz sagen: Wir haben viel gelernt!

Janos

 

Eine letzte Chance zum Miterleben gibt es noch: 31.01.2016, 17.00 Uhr, im Miller’s Studio in Zürich. Hier gibt’s Tickets

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